Mein Evchen

Acht Wochen ist mein Evchen jetzt alt. Acht Wochen lang habe ich sie mindestens einmal die Woche gesehen und auch betreut.  Es ging alles gut. Wie alle Babys tut sie Dinge, über die wir Erwachsenen staunen und in „Jööö!“-Rufe verfallen. Wenn sie zum Beispiel auf dem Bauch in ihrem Bettchen liegt, dann beginnt sie mit den Ärmchen und Beinchen zu rudern. Sie verlangt geradezu danach, dass wir ihr die Hände unter die Füsschen legen. Tun wir das, so stösst sie sich mit den Beinchen ab und schiebt sich ein schönes Stück vorwärts. Das macht sie gut und gerne zehn- oder fünfzehnmal, robbt so vergnügt in ihrem Bettchen auf und ab. Manchmal ächzt sie beim Abstossen vor Anstrengung auf wie eine kleiner Rafael Nadal. Aber sie will es tun. Ich stehe am Bettchen, helfe ihr und frage mich: Woher kommt dieser Urdrang des Menschen, sich vom Fleck zu bewegen? Wollen wir so früh flüchten können? Oder einfach immer vorwärtskommen?

Es ist ungünstig, jetzt Abschied von  Evchen zu nehmen, auch nur für kurze Zeit. Sie wächst und verändert sich jeden Tag. Aber es geht jetzt  nicht anders. Herr T. und ich fahren in die Ferien. Drei ganze Wochen werden wir in der Westschweiz verbringen. Ich verabschiede mich für diese Zeit auch von Euch – kann mir nicht vorstellen, unterwegs zu bloggen. Allen eine gute Zeit. Wenn ich zurückkomme, werde ich viel zu erzählen haben.

 

 

 

 

 

6 Gedanken zu „Mein Evchen“

  1. Dir auch eine schöne Zeit.
    Evchen wird dir noch viel Freude bereiten, da bin ich sicher 🙂
    Genieße deinen Urlaub. Ganz liebe Grüße, Juni.

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