Lebenszeichen

Etwas verspätet wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern ein glückliches 2024.

Einige von Euch werden hier die Fortsetzung meines Luzerner Stadtrundganges erwarten oder wenigstens einen Rapport über die mit unseren englischen Freunden verbrachten Feiertage. Aber dafür fehlt mir im Moment die Musse. Mein Vater braucht mich mehr denn je, seit er Anfang Dezember an Covid-19 erkrankte. Durch eine Krebserkrankung bereits geschwächt, erlitt er während der Konvaleszenz einen schweren Sturz. Seither machen wir Bekanntschaft mit den Stärken und Schwächen des schweizerischen Gesundheitswesens. Und mit den Stärken und Schwächen unserer Planung für seinen letzten Lebensabschnitt. Wir – das sind immer noch in erster Linie meine Mutter, die sich in diesen Tagen mit ihren bald 82 Jahren als höchst führungsstark erweist. Aus zwei Fahrstunden Entfernung mein Bruder, der gelegentlich wie ein Deus Ex Machina herbeigerauscht kommt. Und ich. Ich besuche meinen Pa, so oft ich kann, wo immer er gerade ist. Er hat bereits drei Ortswechsel hinter sich, ein vierter liess sich gerade noch verhindern. Jeder riss ihn von Neuem in einen Strudel der Verwirrung und Unruhe, aus dem er jeweils nur sehr langsam wieder aufsteigt.

Die Hooligans waren hier, und wir hatten grossartige, auch sehr verbindende Momente. Aber Frau Frogg glänzte öfter mit Abwesenheit. „Never a dull moment“, schrieb Herr Hooligan in seiner Dankesmail – uns wurde nie langweilig. Eine Redensart, die auch ironische Untertöne hat, im Sinne von: „Was für ein Drama die ganze Zeit!“

8 Gedanken zu „Lebenszeichen“

  1. Danke für die feinsinnige Statusmeldung, liebe Frau Frogg!

    Auch dir alles Gute für das kommende Jahr und angesichts der Herausforderungen viel Glück und – ja, auch viel Freude, trotz alledem!

    Lieber Gruss – Walter

    1. Danke, lieber Walter! Und auch Dir meine besten Wünsche. Doch, es gibt auch Freude in diesen Tagen. Manchmal macht es mich glücklich, meinem Vater noch einmal nahe sein zu dürfen.

    1. Danke sehr! Das können wir brauchen. Es ist halt für alle Beteiligten schwierig, wenn der gesundheitliche Abbau eines alten Menschen erst schleichend, dann sehr plötzlich vor sich geht. Ich glaube, die Vertreter:innen des Gesundheitswesens geben sich Mühe, sind aber auch am Anschlag.

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